Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
Sie können sich hier anmelden
Dieses Board hat 927 Mitglieder
235 Beiträge & 73 Themen
Beiträge der letzten Tage
 Christian - Wie würden Sie sich entscheiden? - Eine neue Antwort erstellen Ihre Schreibrechte
Benutzername:
 
Betreff
 

Beitrag:
Grafische Sicherheitsüberprüfung
Um automatische Antworten und Spam zu verhindern, übertragen Sie bitte die Zeichen in das Eingabefeld.

Im Beitrag anzeigen:

 In Antwort aufDiesen Beitrag zitieren
 RE: Christian - Wie würden Sie sich entscheiden?

Hier die überarbeitete Version:

Wie würden Sie sich entscheiden?


Wir leben! Ob freiwillig oder unfreiwillig. Einige mit mehr Erfolg, andere mit weniger. Nicht selten ist der Grund für scheinbaren Erfolg die Einstellung des Individuums zum Leben.

Das Leben wird oft nicht als das gesehen, was es definitiv ist: ein Wunder. Alle Tiere, Menschen und Pflanzen auf dieser Erde sind wahre Wunder. Sei es die Biene, die durch den Sommergarten fliegt oder der Elefant, der sich schwerfällig seine Nahrung sucht. Alles was lebt, ist wahrhaft unglaublich.

In all den Jahren der Wissenschaften, in denen Forscher nach Leben auf anderen Planeten gesucht haben, waren sie nie erfolgreich. Natürlich heißt das nicht, dass sie es nicht irgendwann sein könnten, aber bis jetzt sind wir, Sie und ich, diejenigen, die auf dem einzigen Planet dieses Universums hausen, auf dem nachweislich Leben existiert. Ein Leben, dass leider nur zu oft verschwendet wird: Viele Menschen fristen ihr Dasein in Stumpfsinn und Langeweile. Sie lassen sich nach der Arbeit vom täglichen Fernsehprogramm berieseln, anstatt das Wunder "Welt" zu entdecken. Dabei kann es auch nur ein nettes Gespräch mit dem Nachbarn sein oder die Erkundung der näheren Umgebung.
Den meisten Menschen scheint nicht klar zu sein, wie begrenzt ihre Zeit auf Erden ist. Welch winzigen Moment lang sie dieses Wunder erleben dürfen. Niemand will auf seinem Sterbebett feststellen müssen, nie richtig gelebt zu haben. Das alles vorbei ist, bevor es begonnen hat. Für viele Menschen ist dies der Albtraum. Der Tod kann schneller kommen, als man womöglich denkt. Das wusste man schon in der Renaissance. "Carpe diem!" ("Nutze den Tag!") ist nicht umsonst eine der berühmtesten Maximen der Weltgeschichte. Sie spiegelt das zuerstrebende Ziel eines jeden Individuums auf Erden wider.
Aber warum verfluchen viele Menschen den Tod? Wollen vielleicht nicht einmal über den Tod sprechen? Dieses Thema ist gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert, es ist als hätte jemand das "Tuch des Schweigens" darüber gelegt. Dabei verdanken wir dem Tod das Leben. Denn wie würden wir leben, wenn wir nicht in dem Bewusstsein wären, dass wir sterben werden? Wahrscheinlich würden wir alles aufschieben, weil wir es ja in unserer Unsterblichkeit auch immer noch später erledigen könnten. Es wäre ein dahinvegetieren. Warum also strebt der Mensch die Unsterblichkeit an? Warum will er damit selbst sein Leben beenden? Lebe den Tod.

Natürlich haben wir als ein Volk, das im Wohlstand lebt, gut Reden. Wir wissen nicht wie es ist sein Dasein zu fristen, ohne zu wissen, ob man die nächste Woche überlebt. Vielleicht verfluchen einige Menschen in armen Ländern oder Menschen, deren Leben in Bahnen läuft, die sie so nicht geplant hatten, das Leben. Vielleicht wünschen sie sich, nie geboren worden zu sein. Deswegen stellt sich eine wichtige Frage, für die man, um sie zu beantworten, wahrscheinlich sein ganzes Leben braucht:
Gesetzt dem Falle man hätte die Wahl zwischen seinem jetzigen Leben oder nie geboren zu werden. Worauf würde die Wahl fallen?
Viele werden ohne großes Zögern antworten: "Natürlich für mein Leben!" Doch entscheidet man sich für das Leben, entscheidet man sich für den Tod. Würde man alles hinter sich lassen? Würde man nicht viel eher versuchen das Leben ewig festzuhalten? - und umso länger man lebt, desto mehr kommt hinzu, das man nicht loslassen will.
Wenn man sich für das Leben entscheidet, entscheidet man gleichzeitig nicht nur über das eigene Leben, sondern auch über das Leben, das man hätte in diese Welt setzen können- mit anderen Worten - Kinder. Könnte man es moralisch überhaupt verantworten das Leben abzulehnen? Könnte man es gegenüber dem eigenem Gewissen vertreten, ein Individuum seines Lebens zu berauben, nur weil man selbst vielleicht nicht zu frieden mit dem eigenen wäre? Oder würde man trotzdem dankend ablehnen? Doch, wenn man es täte, dann wüsste man nicht, wie groß das Wunder ist, das man verpasst hat, auch wenn es womöglich nur ein winziger Moment wäre.

Christian Rohowski



Durchlaucht, 09.09.2008 20:46
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz